Lösung
Der Anlagenaufbau erfolgt modular mit Funktionseinheiten. Funktionseinheiten sind z.B. Feststoffeintrag, Vorgrube, Fermenter, Seperator, Entschwefelung und Endlager. Jede Funktionseinheit erhält eine feste Funktionsgruppenbezeichnung, die anlagenunabhängig festgelegt wird. Alle mechanischen und elektrischen Bauteile der Funktionseinheiten werden mittels einem durchgängigen und funktionsorientierten Bezeichnungssystem eindeutig benannt und einer Funktionsgruppe zugeordnet. Eine anlagenspezifische Aggregateliste fasst alle Funktionsgruppen und deren Bauteile zusammen und spezifiziert somit die kundenspezifische Planung und Dimensionierung der Biogasanlage.
Mithilfe der Aggregateliste und von R+I Schemen kann ohne Klärungsbedarf die Projektierung in Hardware, Software und Visualisierung beginnen. Der von uns für Biogasanlagen entwickelte Simatic Step 7 SPS Standard für Steuerungssoftware und unser Biogas HMI-Standard mit der Visualisierungssoftware Simatic WinCC ist genau auf die Modularität der Funktionseinheiten und das Bezeichnungssystem abgestimmt. All diese Faktoren helfen, die Qualität unserer Leistung in der Projektvorbereitung und in der
Projektierungsphase zu verbessern.
Ein eingespieltes und fachkundiges Inbetriebnahme Team aus Mechanik, Elektrik, SPS-Programmierer und Visualisierer testet vor Ort alle mechanischen und elektrischen Funktionen und dokumentiert die Tests in einem Inbetriebnahmeprotokoll. Somit wird eine erfolgreiche Anfahrphase der Biogasanlage sichergestellt.
Vor Abnahme der Anlage durch den Betreiber bzw. Endkunden erfolgen Einweisungen und Schulungen des Bedienpersonals und die Übergabe der vollständigen Dokumentation. Alle Unterlagen werden auch im Anlagenleitstand in elektrischer Form auf dem Leitsystem hinterlegt und online verfügbar gemacht. Das HMI/SCADA wird grundsätzlich mit Sprachumschaltung Deutsch/Landessprache auf einem Mehrmonitorsystem ausgeführt. Die Alarmierung des Bedieners bzw. Betreibers erfolgt über Telenot. Die Protokollierung und Langzeitdatenarchivierung wird mit Acron 7 von Videc realisiert und ist direkt in die WinCC Visualisierung eingebettet. Alle Anlagen sind mit einem VPN-Tunnel zur Fernwartung mittels VNC-Viewer ausgerüstet.
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