AUTOMATISIERUNGSTECHNIK IM ANLAGENBAU

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CASE STUDIES > SPS Datentechnik mit Simatic STEP 7 SCL

SPS Datentechnik mit Simatic STEP 7 SCL

10.03.2008
AUDI AG - Werk Neckarsulm / Lackiererei Fördertechnik
Standardsoftware für Sortier- und Speicheranlagen

 

Der Kunde


Die AUDI AG produziert am Standort Neckarsulm die Modelle A4 Limousine, A6, A8, R8 sowie das A5 Cabrio und den Lamborghini Gallardo. Seit 1998 sind wir im Bereich der Lackiererei als steuerungstechnischer Lieferant in den Bereichen Fördertechnik, Verfahrenstechnik und Applikationstechnik durchgehend tätig.
 
 

Aufgabe & Ziel


Im Rahmen der logistischen Verbesserung der Produktionsprozesse in der Lackiererei war eine Vereinheitlichung und Optimierung der Fahrweisen von fördertechnischen Sortier- und Speicheranlagen notwendig. Wir mussten ein Standardkonzept erstellen, welches für alle Varianten und Typen von Fördertechnikspeichern und Produktionsprozessen einsetzbar ist. Ziel war es, ein Höchstmaß an Flexibilität im Materialfluss zu erreichen. Die logistischen Fahrstrategien müssen frei parametrierbar sein, um auf die wechselnden Produktionsanforderungen zeitnah reagieren zu können. Das System soll auch ein dynamisches Verhalten aufweisen, d.h. bei Änderung der Produktionstypen sollen Speicherlinien zur Sortierung für verschiedene Varianten automatisch reserviert bzw. wieder freigegeben werden. Parameter und Karossendaten müssen ständig synchronisiert werden, um ein remanentes System gewährleisten zu können. Die Parametrierung kann lokal oder zentral auf der ZAÜ (zentrale Anlagenüberwachung) erfolgen. Das Standardpaket soll nach erfolgreicher Einführung und Testphase in allen fördertechnischen Speicher- und Sortieranlagen in der Lackiererei eingesetzt werden.
Unsere Aufgaben waren Koordination, Pflichtenheft- und Dokumentationserstellung, Entwicklung der Standardsoftware für die Steuerungstechnik (Simatic S7) und die Visualisierung (GraphPic), Integration des neuen Standardpakets in ein bestehendes System mit Schnittstellen zur ZAÜ (zentrale Anlagenüberwachung) und zur Fördertechnik, Anpassung und Erweiterung der Funktionalitäten der ZAÜ (Oracle-Datenbanken, Anwendungen unter Java und Eclipse) und die Inbetriebnahme des Gesamtsystems im Produktionsbetrieb. Der Projektzeitraum war Dezember 2007 bis Juni 2008. Für die ZAÜ-Umfänge wurde von uns das e.solutions Unternehmen conneXion aus Innsbruck beauftragt, das uns partnerschaftlich verbunden ist.
 
 

Lösung


In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachbereich bei AUDI definierten wir den Lösungsweg. Zunächst wurden Anforderung für Fahrweisen und Produktionsprozesse wie Farbblockbildung, Sequenz- bzw. Perlenkettenfahrweisen, FIFO-Strategien, Typ- und Variantensteuerung, etc. definiert. Anschließend wurden Struktur und Aufbau der Standardsoftware sowie Bedienung und Parametriermöglichkeiten in den Visualisierungen und der zentralen Anlagenüberwachung (ZAÜ) festgelegt. Ergänzt wurden diese Funktionen um Features für die automatische Parametrierung in Abhängigkeit von dynamischen Produktionsgrößen wie z.B. Modellmix, Qualitätsquoten und des 2- bzw. 3-Schichtbetriebs. Nach Erstellung des Pflichtenhefts und Entwicklung der Software wurde das Standardpaket unter Produktionsbedingungen in einem bestehenden Farbsortierspeicher implementiert, in Betrieb gesetzt und unter Volllast ausgiebig getestet. Das Paket wurde auf Basis Siemens Step 7 unter Verwendung von SCL Programmierung realisiert.
 
 

Links


Unser Endkunde die AUDI AG am Standort Neckarsulm, die Wiege des NSU Prinz (http://de.wikipedia.org/wiki/NSU_Prinz)
http://www.audi.de

Unser Partner für e.solutions: die conneXion aus Innsbruck
www.connexion.at
 



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